Samstag 4. September 2010
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Foto Jan Sokol

Prof. Jan Sokol, Ph.D., CSc

Prof. Jan Sokol, Ph.D., CScGeboren: am 18. April 1936 in Prag

Familie: verheiratet seit 1961, Ehefrau Františka, geborene Patoèková (Tochter des Philosophen Jan Patoèka), Tochter und zwei Söhne

Berufliche Tätigkeiten: Goldschmied, Mechaniker, Programmierer im Forschungsinstitut für mathematische Maschinen, Übersetzer, Philosoph, Phänomenologe. 2000-2007 Gründungsdekan der Fakulta humanitnich studií (Fakultät für die Wissenschaften vom Menschen) der Karlsuniversität Prag.

Öffentliche Aktivitäten: Schon in sozialistischer Zeit war Jan Sokol in verschiedenen informalen Bürgerbewegungen aktiv, er ist einer der Erstunterzeichner der Charta 77. In die Politik stieg er in den Jahren 1990-92 ein, als Abgeordneter in der tschechoslowakischen Föderalversammlung für Obèanské fórum (OF, Bürgerforum). Er war Stellvertretender Vorsitzender des Parlaments und Vorsitzender der parlamentarischen Delegation im Europäischen Parlament. Im Jahre 1997 wurde er zum Berater des Ministers für Schulwesen ernannt. Ohne parteipolitische Bindung war er ab Januar bis Juni 1998 als Minister für Schulwesen, Jugend und Körpererziehung in der Regierung von Premier Tošovský tätig. Am 28. Februar 2003 war er parteiloser Kandidat der bürgerlichen Parteien für das Amt des tschechischen Staatspräsidenten. Mitglied des tschechischen PEN-Club.

Wissenschaftliche Aktivitäten: Jan Sokol wurde vom sozialistischen Regime am Studieren gehindert und studierte nur im zweiten Bildungsweg Mathematik. Er promovierte in Anthropologie 1993 an der Karls-Universität, habilitiert 1997 und Professor 2000 in Philosophie. Jan Sokol beteiligte sich an der ökumenischen Übersetzung der Bibel, übersetzte und schrieb eine Reihe philosophischer Bücher, beschäftigt sich mit der philosophischen Anthropologie, mit der Geschichte der Religion sowie mit Übersetzungen aus verschiedenen Sprachen. Außer zahlreichen Veröffentlichungen und Vorträgen im Ausland (die sich mit europäischen und philosophischen Themen befassen), hat er Studienaufenthalte an den Universitäten Heidelberg und Pennsylvanien absolviert. Im Wintersemester 2008/09 als Senior Fellow an der Harvard University.

Die bisher letzten publizierten Bücher:
Mensch und Religion. Alber, Freiburg 2007

Tschechisch:
Moc, peníze a právo (Macht, Geld und Recht), Aleš Èenìk, Plzeò 2007.
Malá filosofie èlovìka ( Kleine Philosophie des Menschen ), Vyšehrad, 5. Aufl. Praha 2007
Èas a rytmus (Zeit und Rythmus), 2. Aufl. Oikumene, Praha 2004
Èlovìk a náboženství (Mensch und Religion), Portál, Praha 2004
Filozofická antropologie (Philosophische Antropologie), Portál, Praha 2002,
Antropologie a etika (Anthropologie und Ethik), Triton, Praha 2003,
Podpis Jan Sokol